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Botschaft des IFW-Vorsitzenden Muhammet Turhan  zum islamischen Neujahr


Anlässlich des islamischen Neujahrsanfangs des Jahres 1431 nach der Hidschra erklärte der Vorsitzende der Islamische Föderation in Wien, Muhammet Turhan, in einem Grußwort:


„Am Donnerstag, den 17. Dezember  2009 ist das islamische Neujahr. Ich wünsche allen Muslimen ein gesegnetes Neujahr und bete dafür, dass unser Herr mit dem neuen Jahr allen Menschen Glück und Frieden beschert.

Die Grundbedeutung der Hidschra ist die Auswanderung vom Verbotenen zum Erlaubten; die Trennung für Allah und das Wiedersehen für Allah. Die Hidschra ist keine Flucht oder ein einfacher Ortswechsel. Wenn der Punkt erreicht ist, an dem alle Mittel verbraucht sind, wechseln Menschen, die sich dem Glauben gewidmet haben, ihren Ort. Die Hidschra ist eine Botschaft von den Ansar (Helfer) und den Muhadschirun (Auswanderer), die den Muslimen bis in alle Ewigkeit ein Wegweiser sein wird; eine Botschaft der Hingabe, der Einigkeit, der Gerechtigkeit und der Brüderlichkeit.


Im Lichte dieser Botschaft erkennen wir, dass die Hidschra uns im Hinblick auf die jetzigen weltlichen Ereignisse zu sich ruft. Ein Ruf an Reisende vom Hässlichen zum Schönen, von der Unterdrückung zur Gerechtigkeit, vom Falschen zum Richtigen. Länder und Regierungen, die behaupten, den Weltfrieden herstellen zu wollen und dabei alle Menschenrechte verletzen, haben es nötig, die Botschaft, die mit der Hidschra und der Zeit danach vermittelt wurde, zu verstehen.

 

Auch in den meist entwickelten Demokratien, will man gar nicht selten unter der Dominanz der Mehrheitskultur die Minderheit unterdrücken.

 


Diese Art der Freiheitsberaubung kann durch einige Beispiele verdeutlicht werden. Vor einiger Zeit wurden die Juden ihrer Freiheiten und Grundrechte beraubt und heute wiederholt sich die Geschichte, indem man nach Muslime und ihren Rechten jagt.

 

Obwohl nur das Wohl der Menschheit, das Ziel des Islam ist, wird es so unterbreitet, als wäre es ein System der Folter und Verfolgung und der Muslim, der die Schöpfung, dem Schöpfer zu Liebe, toleriert und achtet, wird als Monster dargestellt.

 

Trotz der Erkenntnis, dass das “Böse nicht als Basis dienen” darf, wird auf die monolithische Betrachtungsweise beharrt und die Allgemeinheit verbrannt.

Ein wahrer Angehöriger des Islam, eine Religion der nur das Gute – den Frieden – anerkennt, würde nicht einmal einer Ameise etwas antun.

 

 

Denn ein echter Muslim, ist derjenige, der einer Ameise nachweint, dessen Tod er unabsichtlich verursacht hat. Dieser Muslim ist ein wahrer Muslim, der den wahren Islam verstanden hat.

 

 

In diesem Sinne gratuliere ich allen Geschwistern zum Neujahrsanfang und bete zu Allah (swt), unsere Herzen mit dem Verständnis der Hidschra zu festigen. Ich wünsche, dass das neue Jahr unseren Eifer, für den Frieden und das Wohl der Menschheit zu arbeiten, stärken möge."