Presseaussendung der Islamischen Föderation in Wien

 

Sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Presse!

 

Wie Sie wissen, haben wir unsere erste Werbekampagne unter dem Motto „Aufruf zur gesellschaftlichen Solidarität I“ im Jahre 2006 gestartet. In der Aussage des Propheten (fsmi) „Der beste Mensch ist derjenige, der den Menschen am nützlichsten ist“, war die Botschaft enthalten, welche diese Solidarität in idealer weise beschreibt.

Durch diese Kampagne wollten und haben wir den Meilenstein gesetzt, um zentrale Werte wie soziale Wärme und Hilfsbereitschaft in Erinnerung zu rufen.

Dieser Aufruf erstreckte sich von Wien über Graz nach Steyr bis hin nach Salzburg, Wels, St. Pölten und Linz, auf 185 Rolling Boards und erreichte eine breite Öffentlichkeit.

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Auch sei an dieser Stelle erwähnt, dass diese Kampagne von 9 bedeutenden TV-Stationen ausgestrahlt, durch 22 Printmedien berichtet sowie von 700 Online-Plattformen weitergegeben wurde. Aufgrund dieser hervorragenden Ergebnisse, die wir letztes Jahr erreichen konnten, sind wir heuer hochmotiviert und haben dieses Projekt in weiterentwickelter Form fortgesetzt.

 

Diesjährige Werbeträger sind Rolling-Boards, Citylights, Infoscreens und elektrische Werbeplakate an sage und schreibe 450 Standorten.

Ausgehend von dem Motto „Aufruf zur gesellschaftlichen Solidarität“ lautet die Aussage des Propheten Muhammad (fsmi), die wir für dieses Jahr ausgewählt haben: „Schlafe nicht satt, während dein Nachbar hungert“.

 

Dieses Prophetenwort ist einer der bekanntesten Hadithe (prophetische Traditionen), die in ihrer Gesamtheit Bezug nehmen auf nachbarliches Verantwortungsbewusstsein (z.B. im Sinne von Bedürftige bzw. ältere Nachbarn zu besuchen oder auch Kranke zu besuchen), Vermeidung von Nachbarschaftskonflikten bzw. Aufbau guter Beziehungen (so ist etwa ein immer wieder kehrendes Konfliktpotential die Lärmbelästigung, die unbedingt vermieden werden müsste, um eine friedliche Beziehung zu ermöglichen), Bereitschaft, bei Bedarf für den Nachbarn da zu sein, und zwar nicht nur für materiellen Bedürfnisse, sondern auch darüber hinaus – oder anders ausgedrückt für Solidarität, Akzeptanz und Toleranz.

 

Da die Einzelpersonen bzw. die Familie den kleinsten Baustein der Gesellschaft darstellen und die harmonische Nachbarschaftsbeziehung den Zusammenhalt dieser Gesellschaft ermöglicht, möchten wir in diesem Sinne durch eben diese Aktion unseren Beitrag dazu leisten. Dieser Aufruf soll solcherart der interkulturellen Vielfalt Respekt erweisen, den sozialen Frieden festigen und zur gesamtgesellschaftlichen Solidarität in Österreich beitragen.