Wer sind wir ?
Die Islamische Föderation in Wien (IFW) ist eine humanitäre Organisation, die das religiöse Leben der Muslime umfassend organisiert. Neben der Pflege der Lehre und der allseitigen Erfüllung der durch dieses Bekenntnis gesetzten Aufgaben, befasst sich die IFW mit sämtlichen Angelegenheiten der Muslime und vertritt ihre Interessen. Die IFW setzt sich für die Verbesserung der Lebensverhältnisse der Muslime und den Schutz ihrer Grundrechte ein. Grundlage des Islamverständnisses der IFW sind die Lehren von Koran und Sunna. Beide Quellen sind richtungweisend, sowohl für die Gemeinschaft, als auch für ihre Mitglieder. Dabei versteht die IFW den Islam im gesellschaftlichen und individuellen Bereich als eine Lebensweise, deren Einfluss nicht an der Moscheetür endet, sondern auch im Alltagsleben den Muslimen mit moralisch ethischen Werten und Vorgaben eine maßgebliche Rolle spielt.
Hierbei geht es der IFW nicht um die Konservierung bestimmter regional-kultureller Formen der Religiosität, sondern um die Auslebung des Glaubens im Lichte des Korans und der darauf aufbauenden Tradition des Propheten. Insoweit verinnerlicht die IFW ausdrücklich die von Koran und Sunna getragene kulturelle Vielfalt in der Religionspraxis als eine positive Bereicherung des gesellschaftlichen Lebens und grenzt den Islam nicht auf die Kultur eines bestimmten Raumes ein.
Ebenso bekennt sich die IFW auch zu ihrer Verantwortung gegenüber der weltweiten muslimischen Gemeinschaft (Ummah) und setzt sich für die Lösung der Probleme der Ummah ein. Als ein Teil der Gesellschaft nimmt die IFW auch ihre Verantwortung gegenüber der sozial Benachteiligten und Bedürftigen weltweit wahr. Die IFW fördert ein wertgebundenes Leben, in dem grundlegende Werte wie Hilfsbereitschaft, Selbstlosigkeit und Solidarität bestimmend sind. So beteiligt sie sich auch an den gesellschaftlichen Diskursen, die der Lösungsfindung für die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Probleme der Gesellschaft dienen zu diesen Themen steht sie, sich an den islamischen Quellen orientierend, im Gespräch mit politischen und anderen gesellschaftlichen Gruppen. In ihrer Arbeit wird die IFW von den göttlichen Vorgaben: „Tretet in einen Wettbewerb im Guten und in der Gottesfurcht“, „der bester der Menschen ist der, der den Menschen am nützlichsten ist“ und „erleichtert, erschwert nicht“ geleitet. In ihren gesellschaftlichen Beziehungen legt die IFW ihr Augenmerk auf die Gemeinsamkeiten, nicht auf die Unterschiede.Neben den Geboten des Islam die auf individueller Ebene erfüllt werden, gibt es angefangen von den gemeinsamen Gottesdiensten, wie dem Freitagsgebet oder den gemeinsamen rituellen Gebeten bis hin zur Pilgerreise viele Aspekte des muslimischen Lebens, die in der Gemeinschaft verwirklicht werden. Für den Schutz von Armen und Mittellosen, dem Widerstand gegen Ungerechtigkeiten, der Verbreitung des Guten, der Ablehnung des Verwerflichen und der Etablierung der Gerechtigkeit in sozialen Beziehungen bedarf es einer gemeinsamen Anstrengung, einer organisierten Struktur. Diese Notwendigkeit des Zusammenkommens war ein Anreiz für die Muslime in Österreich sich unter dem Dach der IFW zusammenzuschließen.
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